Mein Lieblings-Sadhu auf der Kumbh Mela 2016

Einen Monat lang schlugen hunderte von Sadhus ihre Camps auf dem Festivalgelände auf. Je höher das Ansehen und die Popularität, desto größer waren die Lager der heiligen Männer. Manche Sadhus taten sich in Wohngemeinschaften zusammen und wechselten sich ab, beim Segnen der Pilger, die unaufhörlich an den Camps vorbeizogen.

Manche Sadhus waren sehr ernst in ihre Meditation vertieft, manche waren sehr aggressiv und liesen auch mal den Stock oder den Säbel (mit der flachen Seite) auf das Publikum nieder. Vor allem Fotografen mussten immer ein waches Auge haben – Ich weiß, wovon ich spreche.

Vor meinem Lieblings-Sadhu musste sich jedoch niemand fürchten. Der hatte sein Camp an einer Stelle, an der ich täglich vorbeilief. Und fast immer stand er gut gelaunt mit seiner Schale da, um die Pilger zu segnen. Und egal ob die Gesegneten ein paar Rupien in die Schale legten oder nicht, gab es ein tiefenentspanntes Lächeln für jeden, der sich gebührend bedankte. Selbst Selfies mit indischen Passanten lies er zu. Unterbrochen wurde seine Audienz nur dann, wenn das Chillum frisch gestopft war. Das passierte sehr oft und war sicherlich Mitgrund für das tiefenentspannte Lächeln.

 

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